Blockflöten

Die Blockflöte war von circa 1500 bis 1750 die in Europa am weitesten verbreitete Flöte.

Kleine blockflötenähnliche Instrumente, vermutlich asiatischen Ursprungs, waren bereits im 11. Jahrhundert in Europa bekannt.
Um 1500 hatte die Blockflöte bereits ihre heutige Form mit sieben Grifflöchern und einem Überblasloch. Mitte des 16. Jahrhunderts baute man in der Werkstatt des Pariser Instrumentenbauers Jean Hotteterre die erste Blockflöte aus drei Teilstücken mit einer deutlicheren Verjüngung der Bohrung nach unten hin.

Als Einstieg wird meistens das Sopraninstrument gewählt, das auf die C-Dur-Tonleiter eingestellt ist. Die dabei gelernten Griffe können später auf alle Instrumente der gesamten Blockflöten-Familie angewendet werden, die heute überwiegend in F und C gestimmt sind.
Die Sopranflöte klingt eine Oktave höher als notiert. Wenn man nach zwei bis drei Jahren Unterricht neugierig auf weitere Blockflöten ist, bietet sich die tiefere und sanftere Altblockflöte an. Die Griffe sind unverändert, nur die Lage der Töne im Notensystem ist neu. Mit diesem Instrument öffnet sich der ganze Reichtum barocker Spielmusik!
Hier hören wir die Altflöte     mit Begleitung von Cembalo und Violoncello, der klassischen Besetzung der „Generalbasszeit“ um 1700.

Hundert Jahre zuvor liebte man Ensembles aus verschiedenen Blockflötengrößen sehr. Im Quartett treten zu Sopran und Alt, wie in einem gemischten Chor, noch Tenor (kein Problem für etwas ältere C-FlötenspielerInnen) und Bass (mit diesem Instrument ist man in allen Ensembles hoch willkommen – das lohnt die kleine Mühe, einen neuen Schlüssel zu lesen!) hinzu. 

Während in der klassischen und romantischen Musik und bis weit ins 20. Jahrhundert hinein die Blockflöte so gut wie keine Rolle spielte, gibt es heute eine Anzahl von attraktiven Stücken zeitgenössischer Komponisten und starke Ensembles, die dem Instrument oft ungewöhnliche Klänge entlocken! 

Das Spiel der Blockflöte zusammen mit anderen Melodieinstrumenten oder Gesang war schon in früheren Zeiten beliebt, hört sich aber in der Volksmusik besonders stimmungsvoll an; hier    ein Beispiel aus Spanien.

Vor dem Kauf einer Blockflöte sollten Sie sich von einer Lehrkraft beraten lassen. Gute Anfängerinstrumente aus hellem Ahorn- oder dunklerem Birnbaumholz gibt es für ca. 60 €, aber je nach Alter des Kindes kann auch eine günstigere Flöte aus Kunststoff sinnvoll sein. Auf barocke Bauweise mit Doppellöchern für die beiden tiefsten Töne sollten Sie nicht verzichten. Ist die Liebe zu dem Instrument erst mal entdeckt, dann steht in gut sortierten Geschäften ein ganzer Garten voller schlichter bis edler Instrumente zum Ausprobieren bereit: einfach bis kunstvoll gedrechselt, in verschiedenen Holzarten von fast weiß über rötlich bis tiefschwarz.

 
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