Posaune

Die Posaune    ist ein Blechblasinstrument mit überwiegend zylindrischem Rohr, kesselförmigem Mundstück und Zugvorrichtung.
Die Tonveränderung geschieht bei der Posaune durch die Verlängerung des Instruments mittels eines beweglichen Außenzuges. Das Hinausschieben dieses Zuges ermöglicht eine Vertiefung der Töne und sechs Halbtöne. Dadurch wird die Produktion reiner Töne sowie gleitender Übergänge (glissando, portando) möglich. Heute werden vor allem die Tenorposaune in B (zweiter Naturton, der bis E abgesenkt werden kann; Tonumfang E-d2; Pedaltöne E1-B1), die Tenorbassposaune (eine Tenorposaune, deren Stimmung durch ein Quartventil auf F1 gesenkt werden kann; Tonumfang H1-f1) und die Kontrabassposaune (in F1, bei der die Stimmung durch Ventile auf Es1, C1 und sogar As1 gesenkt werden kann), seltener Alt- und Diskantposaunen verwendet.

Die Posaune entstand um 1450 in Burgund als Weiterentwicklung der Zugtrompete und wurde in verschiedenen Größen gebaut, zunächst vor allem als Alt-, Tenor- und Bassposaune. Abgesehen von dem dickeren Blech und der engeren Stürze, die einen weicheren, lieblicheren Ton ergaben, entsprach die frühe Posaune bereits der heute üblichen Form.
Die Posaune wurde damals vor allem in der Kirchen- und Kammermusik eingesetzt. Um 1700 verlor sie an Bedeutung, fand jedoch später Eingang in die Militärmusik, wo sie auch ihre heute üblichen weit ausladenden Stürze erhielt.
Wegen ihres weichen Klanges wird die Posaune gerne in feierlichen Chorsätzen colla parte eingesetzt. Im Orchester wird sie seit dem Ende des 18.Jahrhunderts meist im Trio oder Quartett verwendet.

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