Klavier

Das Klavier    ist ein Instrument mit einer Tastatur, die vom Cembalo und vom Clavichord stammt. Die Hämmer und Saiten wurden vom Hackbrett übernommen. Das Klavier unterscheidet sich von seinen Vorgängern grundsätzlich durch seine Hammermechanik, die es dem Spieler erlaubt, durch stärkeres oder schwächeres Betätigen der Tasten laut und leise zu spielen. Aus diesem Grund wurde das früheste bekannte Modell aus dem Jahre 1709 gravicembalo col pian e forte (italienisch für „Cembalo mit leise und laut") genannt. Erbaut wurde es von Bartolomeo Cristofori, einem florentinischen Cembalobauer, der generell als Erfinder des Klaviers genannt wird.
Die vielleicht wichtigste der nächsten Entwicklungen vollzog der Augsburger Johann Andreas Stein, der die lange Zeit gebräuchliche deutsche Prellzungenmechanik mit Auslösung entwickelte. Seine Instrumente wurden vor allem von Mozart als die besten seiner Zeit geschätzt. Eine Reihe deutscher Instrumentenbauer wanderten um 1760 nach London aus und begründeten dort die Englische Schule, in der man sich unter John Broadwood und anderen der Fertigung von größeren Klavieren, die den heutigen Modellen ähnelten, zuwandte. Der Franzose Sébastien Érard gründete in den neunziger Jahren des 18.Jahrhunderts die Französische Schule und erfand 1823 die Repetitionsmechanik mit doppelter Auslösung, die auch heute noch üblich ist.

Der Tonumfang des frühen Klaviers betrug, wie der des Cembalos, nur vier, höchstens fünf Oktaven. Mit den zahlreichen Verbesserungen jedoch wurden Saitenspannungen von mehreren Tonnen möglich, was im Laufe der Zeit zur Erhöhung des Tonumfangs auf mehr als sieben Oktaven führte. Die beiden heute hergestellten Hauptformen sind der Flügel mit einem waagrechten, auf Beinen ruhenden Gehäuse und das Piano mit einem senkrechten Saitenbezug.
Die Bauweise der heutigen Klaviere: Der Rahmen besteht in der Regel aus Gusseisen. Der Resonanzboden wird aus einer Reihe längsfaseriger Fichtenholzspäne gefertigt. Beim Flügel beträgt die Dicke im Bereich der Basssaiten etwa acht Millimeter, im Bereich der hohen Tonlagen etwa zehn Millimeter. Die Saiten bestehen aus speziellem Saitenstahldraht. Sie sind in den tiefen Lagen länger und zusätzlich mit Kupferdraht umsponnen. In den hohen Lagen findet sich ein dreichöriger Bezug, d.h., es gehören zu jedem Ton drei Saiten. Die Mechanik besteht aus der Tastatur und den übrigen mechanischen Teilen. Die Tasten, die den Grundtönen entsprechen, sind aus Elfenbein oder Kunststoff hergestellt. Als Material für die Tasten, die den chromatischen Tönen entsprechen, wird Ebenholz oder ebenfalls Kunststoff verwendet.
Über die Pedale kann der Klang des Klaviers geändert werden.

Eine besondere Form ist der Flügel.  
 

Das Anfangsalter für Klavierunterricht sollte zwischen dem 6. und 10. Lebensjahr liegen. Bei erkennbarer Begabung und besonderem Interesse ist aber auch ein früherer Beginn möglich; ein "zu spät" gibt es nicht.

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